Fallender Knoten

Möglicherweise habe ich diese Figur 1978 oder früher einmal im Fernsehen gesehen und habe sie dann für mich neu entdeckt. Diese Figur wird mit nur einer Hand gespielt. Sie ist daher für Rechts- und Linkshänder gleichermaßen geeignet. Manche spielen diese Figur mit zwei Schnüren an beiden Händen gleichzeitig - ist gar nicht so schwer, wenn man erstmal die Figur kann. Eine glatte, relativ steife Schnur ist empfehlenswert.

kurz vorm Fallen

  1. Unterarm waagerecht. Schnur zwischen Daumen und Zeigefinger über die Hand hängen. Die Handfläche zeigt zum Körper hin.
  2. Kleiner Finger und Ringfinger klemmen die Schnur auf der Handfläche fest. Mittel- und Zeigefinger sind leicht gekrümmt.
  3. Daumen zunächst zum Körper hin zeigen lassen und dann nach unten hin: eine Drehung um 180 Grad im Handgelenk.
  4. Zeige- und Mittelfinger fassen nun von vorne fest die andere Schnur, die nicht auf der Handfläche festgeklemmt ist. Dabei rutscht die Schlaufe vom Handrücken herab über alle Finger nach unten (siehe Bild).
  5. Kleiner und Ringfinger lassen langsam los: Der Knoten f&aum;llt. Nicht zu schnell loslassen, sonst wird der Knoten eventuell zu eng!
  6. Kleinen und Ringfinger in die Schlaufe stecken. Den Unterarm waagerecht halten, Daumen nach oben. Die Schnur verläuft jetzt zwischen Mittel- und Zeigefinger.
  7. Die Hand um 90 Grad drehen - der Daumen zum Körper. Den Zeigefinger beugen und in die Schlaufe stecken.
  8. Die Hand um weitere 90 Grad drehen - der Daumen zeigt nun nach unten, alle Finger sind in der Schlaufe.
  9. Alle vier Finger klemmen die Schnur auf der Handfläche fest.
  10. Die Hand wieder aufrichten (zurück drehen) und Finger strecken. Dies entspricht Position 1. Der Knoten ist inzwischen nach unten gewandert.
  11. Man kann durch weiteres Drehen der Hand den Knoten nach unten wandern lassen. Durch Schlagen der Schnur, wenn der Knoten unten ist, löst sich der Knoten. Schlagen meint einen ruckartigen Impuls, wie bei einer Peitsche. Dabei hebt man die Hand etwas an, läßt sie dann fallen und zieht sie mit einem Ruck wieder hoch. Dabei läuft idealerweise eine Welle durch die Schnur und das untere Ende zuckt hoch.
Man kann auch die Schritte 1 bis 10 mehrmals wiederholen, dann bekommt man eine Kette von Knoten, die sich aber unter Umständen nicht mehr leicht lösen lassen. Idealerweise läuft es so: Sobald man zwei oder drei Knoten auf der Schnur hat, schlägt man den untersten Knoten erst heraus, bevor man noch einen Knoten auf die Reihe setzt. Dann kann es immer so weitergehen, bis die Schnur sich verhakt oder ein Knoten dicht geht.


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© Copyright 2005 Mario Hilgemeier
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