Physiker zum Thema

"Heute ist man sich ziemlich einig darüber und auf der physikalischen Seite der Wissenschaft nahezu völlig einig, daß der Wissensstrom auf eine nichtmechanische Wirklichkeit zufließt; das Weltall sieht allmählich eher wie ein großer Gedanke als eine große Maschine aus."
(Sir James Jeans, Der Weltraum und seine Rätsel, Stuttgart 1931, S. 209)

"Als Physiker, also ein Mann, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, nämlich der Erforschung der Materie diente, bin ich sicher frei davon, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und so sage ich Ihnen nach meiner Erfahrung des Atoms dieses:
Es gibt keine Materie an sich!
Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Atoms zusammenhält. Da es aber im ganzen Weltall weder eine intelligente noch eine ewige Kraft gibt, so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewußten, intelligenten Geist annehmen.
Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie! Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es aber Geist an sich allein ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen angehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen worden sein müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer so zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott.
So sehen Sie, meine verehrten Freunde, wie in unseren Tagen, in denen man nicht mehr an den Geist als den Urgrund aller Schöpfung glaubt und darum in bitterer Gottesferne steht, gerade das Winzigste und Unsichtbare es ist, das die Wahrheit wieder aus dem Grabe materialistischen Stoffwahnes herausführt und die Türe öffnet in die verlorene und vergessene Welt des Geistes."
(Max Planck, 1944 in einem Vortrag über "Das Wesen der Materie")

"Am eindrucksvollsten war mir die zentrale Bedeutung, den der Begriff 'Inkarnation', als naturwissenschaftliche Arbeitshypothese gefasst, in Ihrem Gedankensystem einnimmt. Dieser Begriff ist mir besonders interessant, weil er erstens überkonfessionell ist ('Avatara' im Indischen) und weil er zweitens eine psycho-physische Einheit ausdrückt. Mehr und mehr sehe ich im psycho-physischen Problem den Schlüssel zur geistigen Gesamtsituation unserer Zeit und die allmähliche Auffindung einer neuen ('neutralen') psycho-physischen Einheitssprache, die symbolisch eine unsichtbare, potentielle, nur indirekt durch ihre Wirkungen erschließbare Realität zu beschreiben hat, erscheint mir auch als eine unerlässliche Voraussetzung für das Eintreten des neuen von Ihnen vorausgesagten hieros gamos."
(Wolfgang Pauli an C.G. Jung, 1952)

"Ich kann jetzt natürlich nicht auf die ganze, komplizierte und oft abstruse Gedankenwelt und 'Philosophie' (bzw. 'Kunst') der Alchemie eingehen. Als das Bedeutungsvolle an ihr erscheint mir der Versuch, eine doppelsinnige psycho-physische Einheitssprache zu schaffen, die auf der Überzeugung der Identität innerer und äusserer Vorgänge beruht. Dafür seien als Beispiele erwähnt: Seelische Wandlung des Laboranten ('Artisten') = chemische Wandlung in der Retorte, Wandlung in der Messe = Entstehen des 'Lapis philosophorum' (Gold = Sonne aus dem 'unedlen' Blei = Saturn). Parallele: Lapis = Christus: Gott Hermes oder Merkur = Quecksilber, 'Lösung' eines Problems = physikalische 'Lösung'. 'Geist' = jede leicht verdampfende Flüssigkeit, 'Feuergeist' = Alkohol, et., etc."
(Wolfgang Pauli, Die Alchemie als nicht geglückter Versuch eines psychophysischen Monismus - Das Problem der Einheit des Seins, ca.1953)

"Wie alle Wesen ist der Mensch Teil des Ganzen, das wir 'Universum' nennen und rein äußerlich von Raum und Zeit begrenzt. Er erfährt sich, seine Gedanken und Gefühle als etwas, das ihn von den anderen trennt, aber dies ist eine Art optischer Täuschung des gewöhnlichen Bewußtseins. Diese Täuschung ist wie ein Gefängnis, das unsere persönlichen Wünsche und unsere Zuneigung auf einige wenige Menschen beschränkt, mit denen wir näher zu tun haben. Unsere wirkliche Aufgabe besteht darin, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir unser Mitgefühl und unsere Fürsorge auf alle Wesen und die Natur gleichermaßen ausdehnen. Auch wenn uns dies nicht vollständig gelingt, so ist doch bereits das Streben nach diesem Ziel Teil der Befreiung und die Grundlage für das Erlangen inneren Gleichgewichts."
(Albert Einstein)

"All dies wurde gesagt von dem Standpunkt aus, daß wir die altehrwürdige Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt akzeptieren. Zwar müssen wir das im täglichen Leben 'aus praktischen Gründen' tun, aber mir scheint, wir sollten sie im philosophischen Denken aufgeben. Es sind die gleichen Gegebenheiten, aus denen die Welt und mein Geist gebildet sind. Die Welt gibt es für mich nur einmal, nicht eine existierende 'und' eine wahrgenommene Welt. Subjekt und Objekt sind nur eines. Man kann nicht sagen, die Schranke zwischen ihnen sei unter dem Ansturm neuester physikalischer Erfahrungen ausgefallen; denn diese Schranke gibt es überhaupt nicht."
(Erwin Schrödinger, Geist und Materie, Zürich 1989)

"... die Gesetze der Quantenmechanik selbst können nicht formuliert werden ... ohne Bezug auf das Konzept des Bewusstseins."
( Übersetzt aus einem Essay von Eugene Paul Wigner, 'The Probability of the Existence of a Self-Reproducing Unit', contributed in M. Polanyi, The Logic of Personal Knowledge: Essays Presented to Michael Polanyi on his Seventieth Birthday, 11th March 1961 (1961), 232)

"Felder im leeren Raum haben physikalische Realität; das Medium, das sie trägt nicht.
Indem wir so das Mysterium aus der Elektrodynamik entfernt haben, lassen Sie mich sofort dasselbe für die Quantenmechanik tun:
Korrelationen haben physikalische Realität; das, was sie korrelieren nicht."
(Übersetzt aus N. David Mermin, "What is quantum mechanics trying to tell us?")




Schrein | Shrine


© HTML-Copyright 2005 - 2017 Mario Hilgemeier, contact
homepage
stylized apple
blossom